Originalartikel

Unterschiede zwischen subjektiven Refraktionsbestimmungen, die vor Ort und aus der Ferne durchgeführt wurden

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1 Ph.D., Dipl.-Ing. (FH), FAAO
2 Hartwig Research Center, Heikendorf, Germany
3 Augenoptikermeister
4 Augenoptikermeisterin
5 Dortmund, Germany
6 Super Vista AG, Königs Wusterhausen, Germany
Schlüsselwörter
Remote-Refraktion
subjektive Refraktion
Tele-Optometrie
Tele-Eye-Care
refraktive Untersuchung
Keywords
remote refraction
subjective refraction
tele-optometry
tele-eye care
refractive assessment
Zusammenfassung

Zweck. Aus diversen Gründen kann eine aus der Ferne durchgeführte subjektive Refraktion zu einer Verbesserung der visuellen Versorgung beitragen. Heute verfügbare technische Lösungen erlauben diese ferngesteuerte Durchführung. Ziel dieser Studie war es, herauszufinden, ob die ferngesteuerte Refraktion zu dem gleichen Ergebnis, wie eine vor Ort durchgeführte Refraktion kommt.

Material und Methoden. In randomisierter Reihenfolge wurden subjektive Refraktionen vor und ferngesteuert an mehreren Standorten durchgeführt.

Ergebnisse. 81 Teilnehmer absolvierten beide Refraktionen. Die mittlere Differenz des sphärischen Äquivalents zwischen den Methoden betrug −0,05 ± 0,23 dpt. Der Unterschied beim Zylinder betrug im Durchschnitt −0,02 ± 0,15 dpt für J0 und 0,00 ± 0,12 dpt für J45. Bland-Altman-Analysen zeigten enge Übereinstimmungsgrenzen und keine systematische Verzerrung über alle Refraktionsbereiche hinweg.

Fazit. Die subjektiven Refraktionen aus der Ferne stimmen mit denen der herkömmlichen Refraktionen vor Ort überein, wobei bei allen wichtigen Parametern eine hohe Übereinstimmung festgestellt wurde. Diese Ergebnisse untermauern die klinische Validität der ferngesteuerten Refraktion als zuverlässige Alternative zur Erweiterung des Zugangs zu refraktiven Leistungen, insbesondere in Umgebungen mit geografischen oder logistischen Einschränkungen. 

Abstract

Purpose. For various reasons, a subjective refraction carried out remotely can help to improve visual care. Technical solutions available today make it possible to carry out this procedure remotely. The aim of this study was to determine whether remote refraction yields the same results as refraction carried out on site.

Material and Methods. Subjective refractions were carried out in randomised order, both remotely and in person at several sites.

Results. 81 participants underwent both refractions. The mean difference in the spherical equivalent between the methods was −0.05 ± 0.23 D. The mean difference for the cylinder was −0.02 ± 0.15 D for J0 and 0.00 ± 0.12 D for J45. Bland–Altman analyses showed narrow limits of agreement and no systematic bias across all refraction ranges.

Conclusion. Clinician guided remote subjective refraction produced refractive outcomes closely aligned with those of standard in person refraction, demonstrating strong agreement across all key parameters. These findings support the clinical validity of remote refraction as a reliable alternative for expanding access to refractive services, particularly in settings with geographic or logistical constraints.

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